Babys und Kleinkinder

Menschen entwickeln sich in wechselseitigen Prozessen; einerseits wirkt seine Umwelt auf ihn ein, andererseits gestaltet er sie aktiv und individuell mit. Jedes Kind wird durch seine Eltern und andere Umweltfaktoren beeinflusst, aber auch seine genetischen Anlagen prägen seinen persönlichen Weg. In den ersten 3 Lebensjahren wird die psychische Grundlage für das spätere Leben gelegt. In diesen Jahren werden neuronale Verschaltungen im Gehirn entwickelt und das Gehirn vernetzt. Daher ist es wichtig, diese Phase der kindlichen Entwicklung mit Achtsamkeit und Empathie zu begleiten, damit das Kind körperlich und geistig aber auch sozial und emotional reifen kann.

Was benötigt ein Baby, um sich und seine Umwelt aktiv und selbstwirksam zu erkunden? Es braucht

  • eine sichere Bindung zu und feinfühlige Reaktionen von seinen Eltern bzw. Sorgeberechtigten;
  • eine vorbereitete Umgebung, in der es seinem Forschergeist nachgehen kann;
  • innerfamiliäre Lebensräume, die ihn achtsam umgeben, ihn nicht einschränken, aber doch liebevoll begleiten und ihm in gleichwürdigen Prozessen führen;
  • gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die seinen Entwicklungswillen nicht bremsen oder gar zerstören.

Babykurse

  • Erziehungsstile – welcher passt zu uns?
  • Wie weiß ich, was mein Baby braucht? Von den Nuancen des Schreiens
  • Über Sinn und Unsinn von Idealen
  • Gemeinsam sein mit Kind/Kindern
  • Die selbstständige Bewegungsentwicklung des Babys (von der Rückenlage bis zum freien Gehen)
  • Bedeutung der Pflegesituationen für eine sichere Bindung
  • Kindliche Erfahrensräume gestalten
  • Selbstwirksamkeit von Anfang an
  • Akute Belastungsstörungen bei Babys und Kleinkindern
  • Integrative bindungsorientierte Traumaarbeit bei Säuglingen und Kleinkindern

KARL HEINZ BRISCH

„Bindungsstörungen entwickeln sich im Laufe der ersten Lebensjahre. Sie beginnen meist im Säuglingsalter und entstehen aus verschiedenen Formen extremer Stressbelastung.“

Peter Levine

Den Mythos, dass Säuglinge und Kleinkinder »zu jung sind, um betroffen zu sein« oder »dass es nichts ausmacht, weil sie zu klein sind, um sich zu erinnern«, können wir zu Grabe tragen. Was bisher nicht klar gesehen wurde, wird offensichtlich und wichtig, wenn wir begreifen, dass Neugeborene, Säuglinge und sehr kleine Kinder unter den Auswirkungen eines Traumas am meisten leiden, weil sie ihre motorischen Fähigkeiten noch nicht entwickelt haben.“